Plattdeutsch, auch Niederdeutsch genannt, ist eine jahrhundertealte Sprache, die vor allem im Norden Deutschlands gesprochen wurde. Im Osnabrücker Land hat das Plattdeutsche eine besondere Rolle und zeichnet sich durch einen eigenen Klang und eigene Redewendungen aus.
Plattdeutsch ist keine Mundart des Hochdeutschen, sondern eine eigenständige westgermanische Sprache.
Sie wurde bis ins Mittelalter als Handelssprache genutzt (Hanse) und ist heute ein wichtiger Teil regionaler Identität.
Was ist Plattdeutsch?
Typische Merkmale:
- wenig oder keine hochdeutschen Lautverschiebungen
- klare, harte Konsonanten
- melodische, weiche Aussprache
- viele Wörter, die eng mit dem Englischen verwandt sind
Beispiel:
Water (Englisch) – Water (Platt) – Wasser (Hochdeutsch)
Plattdeutsch im Osnabrücker Land
Die Region Osnabrück gehört zum westfälischen Sprachraum. Das lokale Platt unterscheidet sich deutlich vom norddeutschen Küstenplatt.
Typisch für Osnabrück:
- „Dat“ statt „das“
- „Ick“ statt „ich“
- „Gestern“ = „Güstern“
- sehr weicher Klang
Wir sammeln hier Beispiele und Texte, um das Osnabrücker Platt für alle erlebbar zu machen.
Wörter und Redewendungen
Hier eine erste Auswahl:
| Hochdeutsch | Plattdeutsch | Bedeutung |
| Hallo | Moin / Hoi | Gruß |
| Mädchen | Deern | Mädchen |
| Junge | Jung | Junge |
| Geh weg! | Ga weg! | Aufforderung |
| Ich weiß nicht | Ick weet dat nich | Unwissen |
Mehr Listen findest du in unserem Wörterbuch-Bereich.
Plattdeutsch lernen – so geht’s
Plattdeutsch lässt sich leichter lernen, als viele denken.
Hilfreich sind:
- kurze Hörbeispiele
- langsame Dialoge
- Texte mit Übersetzung
- regionale Redewendungen
- regelmäßiges Lautvorlesen
Wir veröffentlichen regelmäßig neue Inhalte.
Häufige Fragen
Ist Plattdeutsch eine eigene Sprache?
Ja, eindeutig.
Wie schwer ist es, Plattdeutsch zu lernen?
Mit Materialien aus der Region sehr leicht!
Gibt es Platt noch in Osnabrück?
Ja – in Vereinen, auf Veranstaltungen und in vielen alten Texten.
